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Home DGB in den Städten Ahlen Stoppt die Schuldenbremse

Stoppt die Schuldenbremse

Die Mitglieder des DGB Ortsverbands Ahlen beschäftigten sich auf ihrer letzten Sitzung u.a. mit der sogenannten Schuldenbremse.

„Die Schuldenflut muss doch gebremst werden“, so viele Bürgerinnen und Bürger, „ist doch gut.“ „Nein, ist es nicht“, so die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter.
 
Die Schuldenbremse ist ökonomisch unsinnig und sozial ungerecht. Sie wird die öffentlichen Haushalte knebeln und die Infrastruktur ruinieren. Wer eine solche Regel ins Grundgesetz schreibt, lässt den Staat verarmen und verspielt die Möglichkeit, Zukunft zu gestalten.
 
Eine Schuldenbremse nimmt der Finanzpolitik auch in konjunkturell normalen Zeiten die Luft zum Atmen. Die Stadt Ahlen sowie der Kreis Warendorf drohen in einen Teufelskreis aus rigider Sparpolitik, schwachem Wachstum und hoher Arbeitslosigkeit zu geraten. Für öffentliche Investitionen Kredite aufzunehmen, ist ökonomisch sinnvoll. Wenn das künftig ausgeschlossen wird, droht eine noch marodere Infrastruktur. Ein Blick auf die baufälligen Schulen, Universitäten und Krankenhäuser lässt die schlimmen Folgen der Schuldenbremse ahnen.
 
Die Schuldenbremse hat überhaupt nichts mit Generationengerechtigkeit zu tun. Im Gegenteil: Die nachfolgenden Generationen erben nicht nur eine zusammengesparte Infrastruktur, sondern auch noch ein grundgesetzliches Schuldenverbot. Letzteres macht es ihnen schwer, den maroden Zustand auf sinnvolle Art und Weise zu ändern.
 
Darüber hinaus ist die geplante Neuregelung ein politischer Angriff auf den Sozialstaat. Der gesetzlich erzwungene Schuldenabbau wird zu massiven Kürzungen im Sozialbereich führen. Die Schuldenbremse führt auch dazu, dass der kreditfinanzierte Rettungseinsatz für Commerzbank & Co. von uns, sprich den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern durch "Gürtel-enger-schnallen" bezahlt wird.
 
Wer in sozial verantwortbarer Weise Schulden begrenzen will, muss auf Dauer Vermögen sowie Großverdiener und Unternehmensgewinne stärker besteuern. Deshalb: eine Schuldenbremse im Grundgesetz ist überflüssig wie ein Kropf.
 
Die Mitglieder des DGB-Ortsverbandsvorstands Ahlen kündigten an, dass wie in den Jahren zuvor am 1. Mai 2009 um 10.30 Uhr eine Demonstration ab Bahnhof in Richtung Stadthalle anlässlich des Maifeiertages durchgeführt wird. Die Kundgebung als solche wird um 11 Uhr dann durch den Kollegen Karl-Heinz Meiwes, Vorsitzender der IG BCE Ahlen, eingeleitet. Darüber hinaus ist der Bürgermeister Benedikt Ruhmöller eingeladen, Grußworte zu sprechen.
 
Als Mairedner wird Bernd Bajohr, Geschäftführer des Ver.di-Bezirks Münsterland, sprechen.
 
Selbstverständlich ist für die musikalische Umrahmung durch die „Happy Trumpets“ und die Formation „Druschba“ gesorgt.
 

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DGB-Ortsverband Ahlen

Vorsitzender
Karl-Heinz Meiwes

Tel. 02382.82005
Mobil 0176.7848751