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DGB: "Kernenergie verhindern durch Kohleverstromung"

Sockelbergbau sichert tausende von Arbeitsplätze im Münsterland.

Der DGB warnt vor dem Ausbau der Kernenergie und der Verlängerung der Restlaufzeit veralteter Kernreaktoren infolge des drohenden Ausstiegs aus der Kohleverstromung. In einem Grundsatzbeschluss spricht sich der DGB-Vorstand der Region Münsterland für die Verstromung der heimischer Steinkohle aus, damit in den nächsten Jahren keine Energieversorgungslücken entstehen, die mit Strom aus Kernenergie gefüllt werden müssten.

 
Durch den raschen Ausbau der regenerative Energien könnten in den nächsten Jahren rund 30% des Strombedarfs beigesteuert werden. Gegenwärtig seien es erst rund 15%. Hingegen stammten rund 50% des für Industrie und Haushalte benötigten Stroms aus der Kohleverstromung. Diese werde noch für einige Jahrzehnte zur Sicherung der Versorgung unentbehrlich sein.
 
 „Wenn wir den Rückgriff auf Kernenergie mittelfristig vermeiden wollen, brauchen wir die Kohleverstromung. Aus Gründen der Energiesicherheit setzen wir dabei auf heimische Kohle und einen Sockelbergbau mit zwei bis drei Bergwerken,“ erklärte DGB Vorsitzender Josef Hülsdünker.
 
Zudem sei laut DGB die deutsche Kraftwerkstechnik mit Wirkungsgraden bis zu 50% Weltspitze. Dies gelte auch für die CO2 -Abscheidungsverfahren, mit denen die Stromproduktion soweit wie möglich emissionsfrei gemacht werden soll. Die Ausfilterung von Rauchgasen erfolge bereits zu fast 100% und diene der industriellen Gipsplattenherstellung.
 
Der DGB weist auch auf die regionalwirtschaftliche Bedeutung des Steinkohlenbergbaus hin. So würden nach Angaben der Bezirksregierung durch den Ausstieg aus dem Bergbau über 28.000 Arbeitsplätze im Regierungsbezirk vernichtet.
Allein bei RAG - Anthrazit GmbH in Ibbenbüren würden rund 2.600 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren. Außerdem trage der Steinkohlebergbau mit einem Beitrag von rund 270 Millionen Euro pro Jahr erheblich zur Wertschöpfung in der Region bei, was einen erheblichen Teil der staatlichen Subventionen kompensiere.
 

Der DGB-Vorstand will deshalb seinen politischen Einfluss geltend machen, um die im Steinkohlefinanzierungsgesetz verabredete Revisionsklausel zum Jahre 2012 für den Erhalt des Steinkohlenbergbaus zu nutzen.

 

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