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Rittermeier neuer DGB-Vorsitzender im Münsterland

Die Gewerkschaften im Münsterland haben Heinz Rittermeier zu ihrem neuen DGB - Vorsitzenden gewählt. Die 70 Delegierten aus den DGB-Gewerkschaften entschieden sich mit großer Mehrheit für den zuvor im Sauerland tätigen Gewerkschafter.

Rittermeier tritt die Nachfolge von Josef Hülsdünker an, der nach dem Ausscheiden von Bernhard Tenhofen die DGB Region Münsterland führte. In seiner Eröffnungsrede umriss Hülsdünker neue gewerkschaftliche Herausforderungen, die durch die Finanz- und Wirtschaftskrise sowie die Bundestagswahl entstanden seien. Vor allem die erstarkte FDP sei eine latente Bedrohung für den Kündigungsschutz, die Betriebsverfassung und die Mitbestimmung.„Wir setzen auf das Wort von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die weder den Sozialstaat noch den Kündigungsschutz der FDP preisgeben will“, erklärte Hülsdünker.

Der nordrhein-westfälische DGB-Bezirksvorsitzende Guntram Schneider rief dazu auf, die Einheitsgewerkschaft zu verteidigen, aber die Parteiunabhängigkeit der Gewerkschaften und des DGB nicht mit politischer Neutralität zu verwechseln. „Wir werden uns mit aller Kraft dagegen wehren, dass die Folgen der Finanzkrise mit Sozialabbau für Arbeitnehmer bezahlt und die Spekulanten geschont werden,“ rief Schneider unter dem Beifall der Delegierten.

Mit großer Mehrheit sprachen sich die Delegierten für die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns und die Eindämmung der Leiharbeit aus. Im Leitantrag zur Arbeitsmarktpolitik fordern die Gewerkschaften zudem „gleiches Geld für gleiche Arbeit am gleichen Ort“. Der Leitantrag „Bildung, Ausbildung, Weiterbildung“ wurde ebenfalls mit großer Mehrheit angenommen. Darin fordern die Gewerkschaften eine „gebührenfreie Ausbildung von der Kindkrippe bis zum Hochschulabschluss und wenden sich entschieden gegen Studiengebühren. In der Industrie- und Gewerbepolitik des Münsterlandes wollen sich die Gewerkschaften zukünftig für „umweltfreundliche und bedarfs-gerechte Erschließung von Gewerbeflächen“ einsetzen und streben eine bessere Vernetzung von Forschungs- und Entwicklungsbetrieben an, um dem Münsterland weiteren technologischen Auftrieb zu verleihen. I

n seinem Schlusswort beschwor der neu gewählte DGB-Vorsitzende im Münsterland die Geschlossenheit der Gewerkschaften, um die von der Konferenz beschlossenen Ziele in den nächsten vier Jahren erreichen zu können.

 

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