Am 17. und 18. Oktober trafen sich die gewerkschaftlichen Schwerbehinderten-Vertrauenspersonen aus den Betrieben und Verwaltungen in der DGB-Region Münsterland unter Leitung von Friedel Paßmann (IG Metall) in Tecklenburg. Die Veranstaltung stand unter dem Oberthema "Wirtschaftskrise! Wer sind die Verlierer?"
Friedel Paßmann stellte kritisch fest, dass die Wirtschaftskrise die Schwerbehinderten voll treffe: "Die Arbeitslosigkeit steigt unter den behinderten Menschen wieder deutlich an." Seine Forderung: "Es müssen zusätzliche Arbeits- und Ausbildungsplätze für Schwerbehinderte im Münsterland geschaffen werden." Und die zukünftige Bundesregierung mahnte er: "Wir brauchen keinen Abbau der Schutzrechte für Behinderte, sondern ihre Stärkung. Vor allen Dingen in den Betrieben, Büros und Verwaltungen."
Der DGB Arbeitskreis Behindertenpolitik im Münsterland hat die Ratifizierung der Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen durch die BRD begrüßt: "Dies ist ein Meilenstein zur gleichberechtigten Teilhabe und Teilnahme von behinderten Menschen in der Gesellschaft, in Deutschland und darüber hinaus. Den Worten müssen aber Taten folgen. Gesetze zur Teilhabe von behinderten Menschen in der Gesellschaft in Deutschland dürfen nicht nur auf dem Papier stehen, sondern es muss danach auch energisch gehandelt werden."
Aufgrund der Rezession muss alles unternommen werden, die Arbeitsplätze von schwerbehinderten Menschen in der freien Wirtschaft und bei den öffentlichen Arbeitgebern abzusichern, um ein Ansteigen der Arbeitslosigkeit zu verhindern. Die positive Entwicklung beim Abbau der Arbeitslosigkeit im letzten Jahr von schwerbehinderten Menschen muss weiter fortgesetzt werden, so der DGB Arbeitskreis Behindertenpolitik im Münsterland weiter in seiner Stellungnahme.
Anwesend war auch der neue DGB-Regionsvorsitzende für das Münsterland, Heinz Rittermeier. Er referierte zum Thema Krise, Arbeitslosigkeit und Altersarmut. Heinz Rittermeier: "ch konnte mir ein erstes Bild machen. Es ist gut, dass unsere schwerbehinderten Kolleginnen und Kollegen ihre Angelegenheit selbst in die Hand nehmen. Ich konnte mich überzeugen, dass die Schwerbehindertenarbeit des DGB und seiner Gewerkschaften im Münsterland sehr qualifiziert ist."
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