Zurzeit wird der Regionalplan für das Münsterland erstellt. Nach Auffassung des Münsteraner DGB-Vorsitzenden Heinz Rittermeier ist dabei zu beachten, dass der produzierende Sektor eine wichtige Stütze der regionalen Wirtschaft ist.
„Im Münsterland arbeiten im produzierenden Gewerbe 54 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten“, so Heinz Rittermeier.
In einer Region wie dem Münsterland, in der Natur und produzierende Betriebe in enger Nachbarschaft liegen, seien aber Konflikte nicht auszuschließen. Die Unternehmen wollten möglichst ohne regulierende Vorschriften produzieren und sich entwickeln. Doch sie sollten auch daran denken, dass durch die Beachtung von Natur- und Umweltschutz die Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber den produzierenden Betrieben wächst. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hätten ihre Arbeitsplätze im Blickfeld. Der Arbeitsplatz habe für sie eine elementare Bedeutung für die nachhaltige Sicherung einer möglichst selbstbestimmten Existenz. Erhebliche Teile der Bevölkerung legten großen Wert auf Natur- und Umweltschutz, den Wasserschutz inbegriffen.
Heinz Rittermeier dazu: „Der DGB ist mit seinen Gewerkschaften der Ansicht, dass die Strukturpolitik im Münsterland nicht in der Form gestaltet werden darf, dass Natur- und Umweltschutz contra produzierendem Gewerbe stehen. Die Einzelinteressen dürfen nicht gegeneinander in Front gebracht werden, sondern es muss ein ausgewogenes und ausgleichendes Gesamtkonzept erarbeitet werden.“
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Weil 54 Prozent der Menschen im Münsterland im produzierenden Gewerbe Arbeit finden, spricht sich der Deutsche Gewerkschaftsbund eindeutig für den Erhalt der industriellen und produzierenden Arbeitsplätze aus. Auch, um die damit verbundenen Arbeitsplätze im Dienstleistungsbereich an unsere Region zu binden.
Heinz Rittermeier: „Wir als DGB rufen die Politiker und gesellschaftlich relevanten Kräfte im Münsterland auf, sich gemeinsam über einen sinnvollen Weg zur Beschäftigungssicherung, einer Umwelt schützenden Produktion und einer nachhaltigen Entwicklung der natürlichen Lebensräume zu verständigen. Darauf sollte der Regionalplan nach unserer Ansicht ausgerichtet sein.“
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