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Schulreform ist überfällig – DGB fordert zukunftsfähige Schule

 „Eine Reform der Schule darf sich nicht nach Ideologien oder parteipolitischer Brille richten, sondern nach der Frage, welche Qualifikationen ein Schulabgänger heute benötigt, um im Beruf und im Leben zurechtzukommen“, so der Münsterländer DGB-Vorsitzende Heinz Rittermeier.
 Dass die Hauptschulen auch im Münsterland ausbluten, sei kein Wunder. Denn um den sozialen Status einer Familie zu erhalten, bedürfe es heute einer anderen Bildung als noch vor 25 Jahren.
 Heinz Rittermeier gibt ein Beispiel: „Der Beruf des Kfz-Mechanikers hat sich zum Kfz-Mechatroniker entwickelt. Konnte der Vater noch mit Hauptschulabschluss Kfz-Mechaniker werden, so benötigt sein Sohn heute einen Realschulabschluss, um Kfz-Mechatroniker zu lernen.“
 Das sei auch der Grund, dass immer mehr Eltern wollen, dass ihre Kinder einen höheren Schulabschluss erreichen. Auf der anderen Seite führe das zur Austrocknung der Hauptschule.
 Deshalb bedürfe es dringend einer Reform der Schulen in NRW und somit auch im Münsterland. Heinz Rittermeier unterstreicht in diesem Zusammenhang: „Die OECD hat festgestellt, dass in den Ländern die Schulerfolge am größten sind, in denen die Kinder und Jugendlichen am längsten in den ersten Schuljahren zusammenbleiben. Die Trennung der Schulen nach dem vierten Schuljahr in Hauptschule, Realschule und Gymnasium ist kein zukunftsweisendes Modell mehr.“
 Auch das Gymnasium gehöre auf den Prüfstand. „Wenn die Kinder aus dem Bildungsbürgertum weiterhin überproportional die Studienfächer der Naturwissenschaft an den Universitäten meiden, ist die Zukunftsfähigkeit des Technologie- und Wirtschaftsstandortes Deutschland und somit Münsterland gefährdet“, so Heinz Rittermeier kritisch.
 

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