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Warum immer nur die Hartz-Empfänger?

 DGB vermisst Ausgewogenheit in der Politik

„Von Guido Westerwelle über Dr. Jürgen Rüttgers bis Hannelore Kraft beschäftigen sich die Politikerinnen und Politiker mit Hartz“, so der DGB-Regionsvorsitzende für das Münsterland Heinz Rittermeier.

 Je nach politischer Couleur werde darüber unterschiedlich nachgedacht, wie die von Hartz betroffenen Menschen wieder in Erwerbsarbeit (1. Arbeitsmarkt) oder in eine soziale oder gesellschaftlich notwendige Tätigkeit (2. Arbeitsmarkt) gebracht werden können. Der bittere nachwirkende Beigeschmack dabei sei, dass in den Köpfen vieler Bürger hängen bleibe, dass viele Arbeitslose gar nicht arbeiten wollten. „Woher diese Erkenntnis?“, fragt Heinz Rittermeier. In dieser Diskussion werde ausgeblendet, dass rund 80.600 vollzeitbeschäftigte Personen in NRW zugleich unter Hartz fallen und somit Alg-II-Leistungen bekommen. Diese sogenannten Aufstocker erhalten trotz Vollzeitbeschäftigung einen Lohn, von dem sie und ihre Familien nicht leben können. „Das müsste auch ein brennendes Thema für die Politik sein“, unterstreicht Heinz Rittermeier.

 „Und warum beschäftigen sich die Politikerinnen und Politiker nicht mit der gleichen Intensität mit den Spekulanten und Bankenvertretern, die die globale Finanz- und Wirtschaftskrise mit allen ihren Folgen zu verantworten haben? Hier liegt doch wohl ein weites Feld“, Heinz Rittermeier deutlich.
 
 

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